Geotag der Artenvielfalt in Mühltal

Donnerstag, 3. April 2008 | Autor:

Nachhaltigkeit

Nachhaltige Entwicklung ist ein Begriff, der 1987 mit einem Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung in die internationale Diskussion eingeführt wurde. Dabei geht es darum, bei der Bedürfnisbefriedigung in der Gegenwart darauf zu achten, daß auch künftige Generationen ihre Bedürfnisse befriedigen können. Eigentlich eine Art „kategorischer Imperativ“: der Philosoph Emmanuel Kant sagte: „Handle so, daß die Maxime, die Deinem Handeln zugrunde liegt, gleichzeitig Grundlage einer allgemeinen Gesetzgebung sein könnte.“ Auf die Nachhaltigkeit übertragen, könnte man sagen „Handle und verbrauche so, daß Dein Konsum nicht ausschließt, daß Deine Nachfahren genauso handeln und konsumieren können“. Nachhaltigkeit kann man z.B. durch einfachen Verzicht erreichen, man kann aber auch Maßnahmen ergreifen, um die Handlungen, die dem Prinzip nicht folgen, auszugleichen. So z.B. das Projekt Atmosfair, bei dem es darum geht, durch Flugreisen verursachte CO2 Emissionen in anderen Projekten auszugleichen, die CO2 einsparen. Dieses Prinzip ist auch auf das Autofahren übertragbar: siehe ein Weblogeintrag Atmosfair Autofahren.

Lokale Agenda 21

1992 fand in Rio de Janeiro eine Weltkonferenz für Umwelt und Entwicklung statt. Dort wurde der Ansatz der Nachhaltigkeit ins Operative überführt, indem Kommunen aufgefordert wurden, auf lokaler Ebene Handlungsstrategien zu entwickeln, die dieses Leitbild in die tägliche Arbeit integrieren. So haben sich auf vielen Ebenen (Kreis, Städte, Gemeinden) Projektgruppen gegründet, die auf verschiedenen Feldern tätig sind wie Verkehr, Naturschutz, Geographische Informationssystems und viele mehr.

Geotag der Artenvielfalt am 14.06.2008

Nach dieser Einleitung nun zu einem Projekt, das im Juni 2008 der Öffentlichkeit durch viele Aktionen näher gebracht werden soll: der GEO-Tag der Artenvielfalt in Mühltal. Ziel ist es, an diesem Tag, präziser: in 24 Stunden, eine Bestandsaufnahme von drei ausgewählten Gebieten zumachen, um zu bestimmen, welche Arten dort zu finden sind. Bei den Gebieten handelt es sich um den Lohberg bei Nieder-Ramstadt, dem Forstbühl bei Nieder-Beerbach und einen Modauzufluß bei Waschenbach oder Mittelbach.

Begleitende Veranstaltungen / Woche der Artenvielfalt

Vom 7. Juni an sollen zahlreiche Veranstaltungen zur Begleitung des Geotags durchgeführt werden. Dabei geht es um Führungen, Vorträge und allerlei Lehrreiches für Groß und Klein. Es werden weiterhin Wandertouren angeboten, die zu Zielen führen, an denen Artenvielfalt erhalten wurde oder durch besonderes Engagement zurückgewonnen wurde. Die Touren werden hier kurz aufgeführt – nähere Informationen hierzu folgen.

  • Altrhein am Kühkopf
  • Reinheimer Teich
  • Altneckarschlingen bei Alsbach
  • Ein Steinbruch im vorderen Odenwald
  • Eine Streuobstanlage auf einer Sanddüne in der Untermainebene
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Thema: Klimaschutz, Odenwald - Darmstadt, Odenwald - Geopark

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