Wandern mit Hund für (Hunde-)spinner

Sonntag, 8. März 2009 | Autor:

Ein Beitrag von Gastbloggerin Silvia Dennerlein. Vielen Dank.

Viele Menschen teilen ihr Leben mit einem Hund oder einer Hündin. Welche Freizeitbeschäftigung bietet sich da besser an als Wandern? Sie sollten jedoch beachten, dass Sie als geneigte/r Hundeführer/in für einen Ausflug mit Hund nicht nur Hund, Halsband und Leine benötigen. Neeein! Da gehört schon mehr dazu, schließlich soll Hundi Spaß haben, gut versorgt sein, und die gemeinsame Zeit soll auch zum Training genutzt werden. In den Rucksack gehören also:

Ersatzgeschirr falls das getragene plötzlich scheuern sollte (Halsband ist eh tabu, ist gesundheitsschädlich), Bürste (Eine Rast im Grünen bietet sich für die Fellpflege geradezu an! Ein paar Haare weniger zuhause in der Wohnung…), Wasser und Napf (bei den vielen geplanten Aktivitäten kann Hundi schon mal schnelle Durst bekommen), Klicker (vielleicht wollen wir ja zwischendurch ein paar Tricks üben), Spielzeug für Zerrspiele, Spielzeug zum Apportieren (mehrere, damit es nicht langweilig wird), Fährtengeschirr, Fährtenleine, weiteres Fährtenzubehör (Markierungen, Notizblock, Stift), Reizangel, besonderes Spielzeug für die Reizangel, Leckerli klein und weich als Belohungen, Leckerli fest und länglich für Suchspiele, Pfeife, Superleckerli (es könnte ja sein, dass Hundi sich vom Jagen abrufen lässt… Es wäre zu ärgerlich dann kein megaleckeres Leckerli parat zu haben!), Schleppleine (damit Hundi einen größeren Radius hat und trotzdem gesichert ist), Flexileine (falls das Hantieren mit der Schleppleine nervt), Bauchgurt (zum befestigen der diversen Leinen, um beim Laufen auch mal die Hände frei zu haben), Handtuch (falls Hundi badet oder es regnet), Decke (schließlich soll Hundi sich beim Einkehren gleich wohl fühlen), Kauartikel (damit Hundi auch was zu tun hat, wenn wir rasten).

Wandern mit Hund für fortgeschrittene (Hunde-)spinner
Nach einigen Jahren mit Hund wird Mensch meist nicht weniger spinnert, aber zumindest etwas einfallsreicher und gelassener. Deshalb genügen jetzt folgende Dinge:

Klicker, normale Leine und Flexileine am Bauchgurt, Futterbeutel (ähnlich einem „Schlampermäppchen“ mit einer bunten Mischung aus verschiedensten Leckerli), Schnur, Superleckerli, Kauartikel.

Denn:

  • Das seit Jahren getragene Geschirr wird auch heute nicht scheuern, also brauchen wir sicher kein Ersatzgeschirr.
  • Bei einer Rast im Grünen lassen sich abgestorbene Haare auch mit den Händen rausmassieren, man braucht keine Bürste.
  • Hundi darf zur Not mein Wasser aus meiner hohlen Hand trinken (also trinke ich nur noch stilles Wasser!).
  • Die Leine ist ein geeignetes Zerrspielzeug.
  • Der Futterbeutel eignet sich toll zum Apportieren
  • Eine kurze Fährte kann man auch ohne jegliches Fährtenzubehör legen und suchen lassen.
  • Eine Reizangel kann man aus einem Ast und einer Schnur schnell selbst basteln. Als „Beute“ wird der Futterbeutel daran gebunden und es ist kein weiteres Spielzeug nötig.
  • Leckerli klein und weich als Belohungen und Leckerli fest und länglich für Suchspiele sind im Futterbeutel.
  • Auf eine Pfeife reagiert Hundi eh nicht.
  • Eine Schleppleine ist einfach beim Wandern zu nervig.
  • Ein nasser Hund trocknet auch ohne Handtuch.
  • Beim Einkehren kann Hundi sich ja auch auf meine Jacke legen.

So, dann viel Spaß beim Wandern mit Hund!

Silvia Dennerlein
(lebt mir einer jungen Hündin zusammen und sieht auch bei normalen Spaziergängen immer aus wie eine Bergsteigerin mit all den Leinen, Gurten und Beuteln)

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Thema: Wandern mit Hund

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