Der Jongleur Grant Goldie war eine Bereicherung für das wieder sehr gelungene Festival der Straßenkunst “Just for Fun” in Darmstadt. Laut Festival-Webseite gibt es das nun schon seit 1994. Es wird Zeit, daß es bekannter wird …
Fast täglich gehe ich in dem Gebiet spazieren, in dem der Verein für internationale Waldkunst den internationalen Waldkunstpfad einrichtet. Alle zwei Jahre entstehen neue Kunstwerke – 2010 bereits zum fünften Mal. Zum Teil haben sie lange Zeit Bestand, zum Teil verfallen sie recht schnell.
Die Aktionen machen das Waldstück rund um die Ludwigshöhe in Darmstadt zu etwas Besonderem. Es gibt aber auch immer, wie ich finde, negative Ausreißer, die bei Ihrer Entstehung schon nicht von einer Kindergartenarbeit zu unterscheiden sind und nach kurzer Zeit nicht mehr von einem Müllhaufen.
Jedenfalls schafft es die Kunst, mich bei jedem Spaziergang anzuregen, aufzuregen, zu provozieren und glücklicherweise auch zu erfreuen.
Von der ersten Aktion 2002 unter dem Thema 1. Internationaler Waldkunstpfad 2002 – Recherche gibt es meines Wissens keine Reste mehr. Vom 2. Internationalen Waldkunstpfad 2004 – Expeditionen ist ein Highlight übrig geblieben – das Holz-U-Boot von Roger Rigorth. Es war mittlerweile schon mehrfach ziemlich zerstört, wurde aber wieder repariert. Der Künstler sieht es als Aufforderung, “sich ins Absurde zu lehnen. Sich der Fiktion hinzugeben und sich der Realität etwas zu entrücken. Also bleibt die Aufforderung zur Expedition in den Alltag aufzubrechen.”.
Das U-Boot ist meines Wissens das einzige Kunstwerk aus den Waldkunst-Aktionen in Darmstadt, das auf den allgemein zugänglichen Satellitenbildern zu sehen ist:
Gestern hat mal wieder der Hutzellauf stattgefunden, bestens organisiert wie immer vom Lauftreff Darmstadt. Es gab wie bisher auch die Alternativen, 18km von der Kuralpe aus zurückzulegen oder 12km von Frankenhausen aus.
Darmstädter Echo und Frankfurter Rundschau haben heute berichtet: schon seit geraumer Zeit werden die Wegzeichen des Darmstädter Wanderwegs “Sieben-Hügel-Steig” von einem Unbekannten bzw. von Unbekannten unkenntlich gemacht.
Puh, was ein Name, den sich die Verantwortlichen vom Darmstadt-Marketing für ein neues Computersystem für Smartphones ausgedacht haben.
Das AR in dARsein steht für Augmented Reality, übersetzt Erweiterte Realität. Dabei werden Bilder einer realen Sehenswürdigkeit, vor der man gerade steht, mit historischen Bildern, Plänen und Erweiterungen ergänzt oder gar überblendet.
Das in Darmstadt ansässige Fraunhofer-Institut für graphische Datenverarbeitung hat ein entsprechendes Konzept schon vor knapp zwei Jahren vorgestellt und zunächst anhand einer Anwendung für die Berliner Tourismus Medien Produktion realisiert.
Nun soll mit dARsein die Darmstädter Mathildenhöhe virtuell erweitert werden. Man darf gespannt sein: ob die Software die Wiese südlich der Mathildenhöhe erkennt und die Pläne für den kontrovers diskutierten Museumsneubau der Familie Sander anzeigt? So ähnlich soll’s jedenfalls funktionieren.
Und der Sinn des Ganzen?
Ziel des Darmstadt-Marketings dürfte wohl sein, ein besonders innovatives Angebot zu schaffen und Darmstadt als Wissenschafts- und Softwarestadt zu präsentieren.
Für die Touristen ist der Nutzen nicht so ganz greifbar. Klar, man muß nicht den Reiseführer zur Hand nehmen, auf einem Übersichtsplan nachsehen, wo man sich befindet (typischerweise mit kleinen Nummern gekennzeichnet) und dann im Text die Stelle suchen, die die Sehenswürdigkeit, an der man sich befindet, behandelt.
Dafür wird man albern mit dem iPhone in der Gegend herumfuchteln, um sicherzugehen, daß man auch alle behandelten Objekte erwischt hat. Ein Zusammenhang zwischen den Sehenswürdigkeiten ist schwer herstellbar. Oder sagt dARsein auch, daß man ja jetzt sein Telefon 3 Grad nach rechts halten könne, um einen logischen Anschluß an das gerade Gesehene zu bekommen?
Und was ist, wenn man sich bei einem Kaffee ein wenig ausruht und schon die nächsten Sehenswürdigkeiten auf seiner Route kurz kennenlernen will? Ganz klar, dann fotografiert man ganz einfach die Fotos in seinem Reiseführer, und das dARsein-Phone mischt dann die Erläuterungen dazu…
… ist leider in einem sehr schlechten Zustand, von außen gesehen.
Ich kann gar nicht sagen, wie erleichtert ich war, als ich hineingeklettert bin und gesehen habe, daß innen alles im grünen (ähm roten) Bereich ist.
Zur laut eigener Darstellung ersten “bespielbaren Stadt” ist nun Griesheim bei Darmstadt geworden.
Das Projekt, das seit Ende 2007 in Zusammenarbeit der Stadt Griesheim mit der evangelischen Fachhochschule Darmstadt durchgeführt wurde, hat als Ausgangssituation “Inseln” von Spielorten gesehen, die durch nicht attraktive Wege, sondern monotone Pflasterung, parkende Autos und verschlossene Grundstücke geprägt seien.
Es finde “zunehmend ein Fährverkehr mit dem Elterntaxi statt”.
Das Ziel war es somit, die Kinderorte wie Spielplätze, Schulen, Schwimmbad usw. auf kindgerechte Art, und unter Mitarbeit und Aufsicht von Kindern zu verbinden.
Das Ergebnis wird heute, am 8. September 2009, von Professor Meyer in Griesheim vorgestellt.
Von ihm stammen auch zwei der im folgenden vorgestellten Bücher zu diesem Thema:
Das amerikanische Magazin Popular Mechanics hat im Juli diesen Jahres eine Liste der 18 ungewöhnlichsten Gebäude der Welt (The Worlds 18 Strangest Buildings) veröffentlicht. Auf Platz 1 hat es dabei die Waldspirale in Darmstadt gebracht, der Wohnkomplex, der in den Jahren 1999 bis 2000 vom Wiener Künstler Friedensreich Hundertwasser errichtet wurde.
Photosynth ist eine neue Entwicklung von Microsoft, die es erlaubt, aus Einzelbildern ein dreidimensionales Bild zu generieren. Aus 160 Einzelbildern der Mathildenhöhe wurde dieses Photosynth erzeugt:
Hinweis: ein guter Eindruck der Technik ergibt sich, wenn man mit den Pfeiltasten zum Hochzeitsturm navigiert, und dann die Maus in der Mitte positioniert. Es erscheint ein Ring, den man anklicken kann und der bei entsprechender Bewegung den Turm um seine vertikale Achse dreht.
Der hessiche Rundfunk hat kürzlich seine Zuschauer über die beliebtesten Bauwerke abstimmen lassen und die Ergebnisse in einer Show aufbereitet.
Auf Platz 1 wurde das Auerbacher Schloss im Odenwald gewählt, das etwa im 13. Jahrhundert gebaut wurde, um die damalige Grafschaft Katzenelnbogen und die Handelsstraße “strada montana” (=Bergstrasse) zu schützen.
Eine Wanderung, die das Schloss Auerbach als Ziel enthält, finden Sie hier bei froutes: Zwingenberg-Wanderung.
Die Königshalle des Klosters Lorsch hat (für froutes durchaus überraschend) Platz 2 erreicht.
Die Leistung der Organisatoren des Darmstädter Lauftreffs kann man gar nicht genug loben. Neben dem ständigen Laufangebot durch die Wälder von der TU Lichtwiese aus wird einmal jährlich der Hutzellauf ausgerichtet. Dabei werden Läuferinnen und Läufer mit Bussen zu zwei alternativen Startpunkten gebracht, zur Kuralpe in der Nähe des Felsenmeers zu einer 18km langen Laufstrecke zum Böllenfalltor in Darmstadt, und nach Frankenhausen zu einer 12km langen Strecke.
Wie hier im Blog angekündigt fand kürzlich die Lange Nacht der Musen in Darmstadt statt. Kultur satt bis in die Nacht hinein.
Eine Erfahrung schon aus dem letzten Jahr hat sich jedoch bestätigt: die Fortbewegung von einem Ort zum anderen ist doch arg hakelig. Die Routen wurden der Vielzahl der Orte nicht gerecht, jedenfalls nicht mit einer Fahrtdauer und Wartedauer, die den Spaß am Herumtingeln erhält. Vom Cybernarium, das leider dem Besucherandrang nicht genügend Raum bieten konnte und somit sogar die Tür abschließen mußte, nach Bessungen zu kommen, hat sich da schon als eine fast dreiviertelstündige Aktion gezeigt (vielleicht habe ich auch die Fahrpläne nicht richtig verstanden…)
Kaum ist der aktuelle Fotowettbewerb vorüber, gibt es auch schon den Einsendeschluß für die Tage der Fotografie 2009 zum Thema “Vision – Aussicht auf Leben”, nämlich den 15. November 2008. Mehr Infos gibt’s hier.
Vier Eindrücke von dem Waldstück zwischen Goetheteich und Polizeipräsidium auf der Ludwigshöhe in Darmstadt, eine Woche nach der Vorstellung und Eröffnung der Waldkunst-Aktion Darmstadt: ein trauriges Bild bietet sich.
Rechts oben das Wasserrad von Moritz Dornauf. Es dreht sich schon nicht mehr, obwohl es an Wasser in diesen Tagen leider nicht mangelt.
Links oben “Float” von Megan Lotts – laut Beschreibung “Seerosen aus Recycling-Karton, die auf dem Goetheteich schwimmen und vergehen”. Ja, vergehen tun sie, das kann ich bestätigen.
Links unten Fredie Beckmans Pilzhütte. Ganz einfach leer.
Rechts unten Ernest Daetwyler’s “Time Bomb”. Noch gut in Schuß – bzw. jetzt erst fertig, denn zur Eröffnung war dort eine Großbaustelle zu sehen.
Verzichtet habe ich auf ein Foto des schon zur Eröffnung leeren Tisches, auf dem irgendwann mal die Handschuhe aus Brot lagen, mit denen eine Performance im Wald durchgeführt wurde und das “dann den Waldbewohnern gegeben” wurde (Hurz!).
Ebenso habe ich die vielen “Aushänge” des Lost & Found Projekts von Michael Pinsky ignoriert. Sie nerven ehrlich gesagt.
Der erste Darmstadt-Marathon ist erfolgreich durchgeführt worden. Einige Ergebnisse samt Fotos gibt es auf der Routenseite zum Sparkassenmarathon bei froutes.
In einem früheren Post gab es schon ein Video der Laufstrecke, gedacht als Hilfe für die Vorbereitung. An dieser Stelle sollen nun zwei (leider qualitativ auch nicht bessere) Videos präsentiert werden. Das eine zeigt den Start (und nur den Start) in voller Länge, das zweite ein paar Eindrücke von verschiedenen Standorten – incl. Hochschulstadion als Ziel des Wettkampfes.
Schon wieder überrascht der Waldkunstpfad. Nach den Projekten in den Jahren 2002, 2004 und 2006 steht er unter dem Oberthema “Kreisläufe und Systeme”. Trifft man, vom Böllenfalltor kommend, auf den Pfad, so ist die abgebildete, fast klamaukhafte Hütte das erste Kunstwerk, das man zu Gesicht bekommt.
Weitere Fotos zum Pfad findet man hier bei froutes: Waldkunst auf der Ludwigshöhe
Zum Countdown bis zum Sparkassenmarathon in Darmstadt am 6. September fügt das Darmstädter Echo ihrer heutigen Ausgabe eine Beilage 1. Darmstadt-Marathon hinzu. Es ist zunächst mal voller Grußworte. Die Bundesjustizministerin, Frau Brigitte Zypries, ist die Schirmherrin der Sportveranstaltung. Sie weist insbesondere auf die Verdienste hin, die sich die Sparkasse Darmstadt mit der Förderung von Kultur, sozialen Einrichtungen und Sport in Darmstadt erworben hat. Weitere Grüße gibt es von Georg Sellner, dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse, von Walter Hoffmann, dem Oberbürgermeister von Darmstadt, pardon, der Wissenschaftsstadt Darmstadt, und schließlich von Alfred Jakoubek, dem Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg.
Ein sehr amateurhaftes Video von einem Youtube-Nutzer, der sich seltsamerweise froutes nennt, gibt es hier. Es gibt ein paar Eindrücke von der Laufstrecke des Sparkassenmarathon in Darmstadt wieder.
Vielleicht hilft’s bei der Vorbereitung…
Am Sonntag, den 24. August, findet nach 2007 der zweite Benefizlauf auf dem Oberfeld in Darmstadt statt. Der Verein “Projekt Lebensweg E.V.” mit dem Betrieb “Hofgut Oberfeld” veranstaltet diesen Wettlauf zugunsten der Einrichtung für Menschen mit Behinderungen und der ökologischen Landwirtschaft auf dem Hofgut Oberfeld.
Aber eigentlich kommt es nicht darauf an, der Schnellste zu sein, sondern darauf, etwas Gutes zu tun. Jeder kann zu jederzeit ins Geschehen einsteigen und so viele oder so wenige der 800m-Runden laufen wie er möchte. Der sportliche Ehrgeiz sollte auf die Suche nach Sponsoren im Vorfeld ausgeweitet werden, die für jede Runde einen gewissen Betrag spenden. Nähere Informationen gibt es auf der Webseite www.oberfeldlauf.de.
Einen ganz anderen Hintergrund hat die nächste Laufveranstaltung in Darmstadt, nämlich der Sparkassenmarathon am 6. September 2008. Mehr zu dieser reinrassigen Sportveranstaltung später in diesem Blog…
In diesem Jahr wird der Waldkunstpfad auf der Ludwigshöhe in Darmstadt wieder auf auf einen neuen Stand gebracht. Schon 2002, 2004 und 2006 wurden jeweils Kunstwerke unter einem bestimmten Oberthema errichtet und zu einem Rundweg verbunden. Nach “Recherche”, “Expeditionen” und “Laboratorium” werden die Installationen 2008 durch “Kreisläufe und Systeme” charakterisiert sein. weiter…
Von heute, Dienstag, dem 5. August, bis zum Sonntag, 10. August, ruft die Mathildenhöhe eine Familienwoche aus. Zu einem Preis von 10 EUR können komplette Familien die Ausstellungen "Architektur" von Andreas Gursky und "Erziehung zur Abstraktion" von Heribert C. Ottersbach, sowie die Klangarchitektur im Wasserreservoir besichtigen und erleben (Öffnungszeiten jeweils 10 – 21 Uhr).
(bei der kleinen Figur auf dem Dach im Bild handelt es sich übrigens um ein Kunstwerk von Hubertus von der Goltz mit Namen “Zwischen den Zeiten”)
Eigentlich lohnt es sich aber, bis zum Sonntag zu warten, denn dann kommen Kinder besonders auf ihre Kosten: speziell für sie wird der Kindertag "Bau Dir Deine Welt" veranstaltet. Städte und Räume bauen und malen, die Ausstellungen erkunden, und auch das unterirdische Wasserreservoir erleben kann kind von 15 – 18 Uhr. Der Eintritt ist frei, und es gibt sogar etwas zu gewinnen.
Eine gute Möglichkeit, Kindern das Herzstück des Jugendstils in Darmstadt näherzubringen!