Herumtollen und klettern bei den Kobolden im Felsenmeer

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Start: 64686 Parkplatz Felsberg, Felsenmeer
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Vom Parkplatz und Informationszentrum des Geoparks Odenwald direkt auf die Felsen-Klettertour

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Start: 64686 Parkplatz Felsenmeer
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Wandern am Hohenstein, Knodener Kopf, Heiligenberg und Hohberg, dem sogenannten kleinen Felsenmeer im Odenwald

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Start: Reichenbach
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Rundweg von der Kuralpe zum Felsenmeer, einem beliebten Freizeitziel im Odenwald für Familien

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Start: 64686 Parkplatz Kuralpe, Felsenmeer
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Wanderung von Jugenheim bei Darmstadt über den Heiligenberg und die Kuralpe zum Felsenmeer und über Balkhausen zurück

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Start: Jugenheim
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Odenwald: Felsenmeer

Das Felsenmeer ist ein sehr interessantes geologisches Phänomen des Odenwald und ebenso eine Touristenattraktion. Es liegt unterhalb des 514 m hohen Felsbergs, nördlich von Lautertal-Reichenbach. Das Felsenmeer ist eine weit ausgedehnte Ansammlung von sehr großen Felsbrocken, die schon von den Römern als Steinbruch benutzt wurde.

Die Sage um das Felsenmeer bei Lautertal im Odenwald

Riesige Felsblöcke prägen die Region im Odenwald. Kinderlachen ertönt, Erwachsene schnaufen, wenn sie die "Felsstraße" erklimmen wollen. Die Entstehung dieser eindrucksvollen Steinlandschaft reicht bis zur Zeit der Urkontinenten-Verschmelzung zurück. Der Meeresspiegel stieg im Erdmittelalter an und der heutige Odenwald wurde vollkommen überschwemmt und mit verschiedenen Ablagerungen zugedeckt. Im Zeitalter des Tertiär schließlich trat unter all den Ablagerungen ein riesiger Quarzdiorit-Intrusivkörper an die Oberfläche und war seit dem der so genannten "Wollsackverwitterung" ausgesetzt. So nüchtern ließe sich die Entstehung des Felsmeeres auch betrachten, aber die beeindruckendere und viel romantischere Version besagt anderes:

Einst lebten zwei Riesen links und rechts des Lautertals. Einst - das heißt in einer Zeit, als die Märchen noch keine waren, als Hexen in ihren Knusperhäuschen auf hungrige Kinder hofften, als wunderschöne Prinzessinnen bei Zwergen Zuflucht suchten und als Eselchen sich streckten und Tischlein sich deckten. Diese zwei Riesen glichen sich einzig in ihrer enormen Größe, hätten aber nicht unterschiedlicher sein können. Der auf dem Felsberg lebende Riese war dem "Luxus" verfallen, lebte in einem felsigen Palast und trachtete einzig danach, sich das Leben so angenehm wie möglich zu gestalten. Der Riese auf dem Hohenstein hingegen erfreute sich an den kleinen Dingen des täglichen Lebens, bewunderte eine schöne Blume ebenso, wie ein graziles Tier. Eines Tages kamen die beiden Riesen auf die Idee, sich ihre Langeweile mit einer Kegelpartie zu vertreiben. Gesagt, getan - im Tal wurden schnell ein paar Säulen aufgestellt, die abgerundetsten Felsbrocken wurden als Kugel genutzt und der Spaß nahm seinen Lauf. Oder nicht? Nein, denn die Säulen wollten einfach nicht umfallen. Also musste eine neue Idee her, um die Zeit totzuschlagen und nicht in öder Langeweile zu versinken. Die beiden Riesen waren ja leider sehr unterschiedlich und deshalb war der eine sehr fleißig und arbeitsam, fing also an, eine schöne Brücke zu erbauen, der andere sah dem Arbeitenden lieber aus sicherer Distanz zu. Als sich der geneigte Zuschauer jedoch wieder beinahe zu Tode langweilte, nahm er sich noch einmal des Kegel-Gedankens an. Er schob seine "Kugel" in Richtung des fast vollendeten Bauwerks seines Freundes und diese krachte mit voller Zerstörungskraft in die schöne Brücke, woraufhin selbige in sämtliche Einzelteile zerbrach und sich die Felsbrocken, aus denen sie errichtet war, im gesamten Lautertal verteilten. Man könnte nun der reinen Wissenschaft seinen Glauben schenken. Aber ist es nicht viel geheimnisvoller, viel mystischer, viel interessanter, anzunehmen, dass noch heute unter den riesigen Felsbrocken zwei Riesen lediglich schlafen und jederzeit aufwachen könnten?